| Stell dir vor,
du bist 26 Jahre alt, wohnst in Kolumbien und setzt
dich für die Umwelt ein. Du kämpfst für den Erhalt
von Feuchtgebieten, für sauberes Wasser und zeigst
den Menschen, wie sie besser im Einklang mit der Natur
leben können.
Nun stell du dir vor, dass du entführt wirst. Grund:
du bist Umweltaktivist. Somit stehst du vielen, kleinen
Gruppen im Wege, die dich beseitigt haben wollen.
Schlimm, dass man für so etwas entführt wird, denkst
du? Aber genau dieser Albtraum ist für Sandra Cuellar
zur Realität geworden. Im Februar 2011 wurde die junge
Frau entführt und seither fehlt jede Spur von ihr.
Der Staat tut herzlich wenig, um Sandra und 32 000
anderen Menschen, die ein ähnliches Schicksal wie
das von Sandra erleiden, aufzuspüren.
Gegen diese Art von Ungerechtigkeit tritt die ACAT-Gruppe
ein. Denn genau wie ihr finden wir es einfach nur
unfair und menschenunwürdig, unschuldige Menschen
zu entführen, und in manchen Fällen sogar zu foltern.
Deshalb wählt ACAT jeden Monat einen Menschen aus,
der in seinem Staat unterdrückt und gefoltert wird,
und will ihm helfen. Da ist unsere Mithilfe gefragt.
Wir, Schülerinnen der höheren Klassen, treffen uns
einmal im Monat mit Frau Fabian und Herrn Weickmans
und reden über den neuen Fall. In einer knappen, informativen
Einleitung erhalten wir Details zum betreffenden Staat.
Es wird erklärt, wie es in dem betreffenden Land überhaupt
so weit kommen konnte, dass nun Menschen misshandelt
werden.
Neben diesen spannenden Informationen erhalten wir
auch einen Brief, der an den jeweiligen Präsidenten
oder Minister des betreffenden Staates gerichtet ist.
In diesem Brief wird der Präsident aufgefordert etwas
gegen die Misshandlungen zu unternehmen. Wenn das
Staatsoberhaupt viele Briefe aus zahlreichen, unterschiedlichen
Ländern erhält wird massiv Druck auf ihn ausgeübt,
und er wird somit zum Handeln gezwungen.
Unsere ACAT-Gruppe hilft also, die Menschenrechtsverletzung
jeden Monat ein bisschen mehr zu bekämpfen. Sei du
auch dabei!
Elisabeth Nilles (Ancienne élève) |